In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Farbkorrektur-Tools für Ihre Sendungen einsetzen können.
→ Videobereich (16–235) im Vergleich zum Gesamtbereich (0–255)
→ Regler zur Farbanpassung
→ Werkzeuge: Wellenform, Vektorskop und Histogramm
→ Warum ist eine CPU-Verarbeitung erforderlich?

Videobereich (16–235) im Vergleich zum Gesamtbereich (0–255)
Video-Sortiment (Limited / Broadcast): Verwendet Werte von 16 bis 235 (8 Bit). Schwarz = 16, Weiß = 235. Standard für Fernsehen, Rundfunk und Streaming – bewahrt den Dynamikumfang.
Gesamtes Sortiment (PC / Daten): Nutzt den gesamten Wertebereich von 0 bis 255. Schwarz = 0, Weiß = 255. Standard für Computermonitore, Grafiken und Fotos.
Erweiterung des Farbraums Konvertiert Video → Voller Dynamikbereich (Anhebung der Schatten, Erweiterung der Lichter), um ein verwaschenes Erscheinungsbild auf PC-Bildschirmen zu vermeiden. Bei Fehlanpassungen kommt es zu verdunkelten Schatten, überbelichteten Lichtern oder einem gräulichen/milchigen Bild.
Mit PLAYDECK können Sie schnell zwischen beiden Modi wechseln, indem Sie den Signalbereich oder eine der Voreinstellungstasten auswählen:

Regler zur Farbanpassung
Die Slider von PLAYDECK helfen dabei, typische Herausforderungen bei Übertragungen und Live-Produktionen schnell zu meistern:
- Schwarz Stretch Stellen Sie verlorene Schattendetails in unterbelichteten Aufnahmen wieder her oder erzeugen Sie tiefere, kinoreife Schwarztöne für einen dramatischen Look.
- Weiß Stretch Stellen Sie die Details in überbelichteten Bereichen (z. B. Himmel, Lichter) wieder her oder verleihen Sie flachen, verwaschenen Lichtern mehr Ausdruckskraft.
- Helligkeit Korrigieren Sie insgesamt zu dunkle oder zu helle Lichtquellen, ohne den Kontrast zu verändern – ideal für die Abstimmung mehrerer Kameras.
- Kontrast Bringen Sie flache, kontrastarme Bilder in Sport- und Nachrichtensendungen zur Geltung oder mildern Sie den starken Kontrast bei grellem Studio-Licht.
- Sättigung Verbessern Sie matte, farblose Kamerabilder (z. B. von ENG-Kameras) oder mildern Sie zu kräftige Grafiken/Logos ab, um eine sendefertige Ausgabe zu erhalten.
- Farbphase Beseitigen Sie Grün- oder Magenta-Färbungen, die durch ungleichmäßige Beleuchtung entstehen, erwärmen Sie kühle Hauttöne oder gleichen Sie die Farbtemperatur verschiedener Lichtquellen an.
- Details Verbessern Sie unscharfe, auflösungsarme Streams oder reduzieren Sie Rauschen in Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, ohne dass dabei Artefakte entstehen.

Werkzeuge: Wellenform, Vektorskop und Histogramm
Diese professionellen Überwachungswerkzeuge werden in einem eigenen Bereich neben der Videovorschau angezeigt – ideal für die präzise Steuerung von Farbe und Belichtung während der Live-Produktion oder der Wiedergabe.
- Wellenform: Überprüfen Sie schnell die allgemeine Belichtung und die Luminanzwerte. Erkennen Sie übersteuerte Lichter (abgeflacht bei 100 IRE), unterbelichtete Schatten (abgestürzt bei 0 IRE) oder nicht abgestimmte Kamerapegel, damit Sie Helligkeit, Schwarz- und Weißbereich vor der Ausstrahlung anpassen können.
- Vektorskop: Überprüfen und korrigieren Sie die Farbbalance und Sättigung. Stellen Sie sicher, dass die Hauttöne im richtigen Hauttonbereich bleiben, erkennen Sie unerwünschte Farbstiche (z. B. Grün durch LED-Beleuchtung) und stellen Sie sicher, dass die Sättigung den Sendevorschriften entspricht, ohne dabei übertrieben lebhaft zu wirken.
- Histogramm: Analysieren Sie die Tonwertverteilung im gesamten Bild. Stellen Sie fest, ob Schatten, Mitteltöne und Lichter gleichmäßig verteilt sind oder ob in dunklen bzw. hellen Bereichen Details verloren gehen – ideal für die Feinabstimmung der Schieberegler für Kontrast und Helligkeit, um ein ausgewogenes, professionelles Bild zu erzielen.

Warum ist eine CPU-Verarbeitung erforderlich?
Wenn Sie die Farbkorrektur (oder bestimmte andere Videofilter) zum ersten Mal verwenden, fordert PLAYDECK Sie möglicherweise auf, zur CPU-Verarbeitung zu wechseln:

Grund: Bestimmte Videofilter (vfilters) für Eingänge und Wiedergabelisten basieren auf der FFmpeg-Verarbeitung, die ausgeführt wird nur auf der CPU. Die GPU-Pipeline unterstützt diese Standardfilter nicht, daher CPU-Modus ist erforderlich, damit sie ordnungsgemäß funktionieren – dies gewährleistet eine zuverlässige Wiedergabe und die korrekte Darstellung der Effekte.
GPU-Verarbeitung Funktionen: Skalierung, Mischen, Überlagerungen, Formatkonvertierung und zahlreiche Effekte.
Wechsel zu CPU-Modus sorgt dafür, dass alle Funktionen normal funktionieren – der einzige Unterschied ist eine höhere CPU-Auslastung (und eine geringere GPU-Auslastung).
Sie können wieder zu GPU-Verarbeitung jederzeit in den Anwendungseinstellungen:
